Taxila, Ruinenstadt von Gandhara

In der Provinz Punjab liegt Taxila, die bedeutendste archäologische Stätten Pakistans. Sie besteht aus vier Stadtanlagen mit weitläufigen Mauerresten und Tempelanlagen. Die älteste Stupa, Dharmarajka ist dort erhalten. 

Taxila wirkte  als Hauptstadt des Gandhara-Reiches welches sich über Afghanistan und das nordwestliche Pakistan ausdehnte. Heute ist es ein Unesco Kulturerbe und liegt and an der alten Grand Trunk Road, etwa 35 km von Islamabad. Taxila wurde bereits in den indischen Epen Ramayana und Mahabharata als Tashashila bezeichnet.

Die Blütezeit erlebte Taxila etwa 500 vor bis 500 nach Christus. Taxila ist ein Zentrum für Handel, aber auch für Wissenschaften und Philosophien gewesen, und führte zur Gründung Universität. Dort wurde unter anderem zum ersten Mal die Grammatik des Sanskrit niedergeschrieben und das „Charaka Samhita”, das älteste und bedeutendste Werk zu klassischen indischen Heilkunst Ayurveda erstellt.


Die Ruinen von Taxila zeigen unterschiedliche architektonische Stile der verschiedenen Herrscher aus. Den hellenistischen Einfluss, der an den Wohnhäusern, Tempeln und Klöstern von Taxila zu sehen ist, brachte 326 vor Christus Alexander der Grosse. Die unzähligen Edikt-Säulen und Stupas stammen von Ashoka, Statthalter von Taxila und später Kaiser des ersten indischen Großreiches, der zum Buddhismus konvertierte.

Unter anderem ließ er auch die Dharmarajka-Stupa errichten, die vermutlich älteste in ganz Pakistan und größte Attraktion Taxilas. Der halbkugelförmige 50m breite Sakralbau wurde in einem Erdbeben um 30 nach Christus zerstört und danach wieder wiederaufgebaut. Auch die ersten Abbildungen von Buddha als Mensch wurden in der Region des Gandhara-Reiches gefunden. Die ersten Buddha Statuen mit Gesicht wiesen ebenfalls griechische Merkmale auf und prägten die buddhistische Kunst.

Entsprechende Forschungen hat Dr. Steven Martin absolviert. Wir haben einen Beitrag von ihn übersetzt. Er lehrt aktuell an der Fakultät für Internationale Studien in Phuket, Thailand.

Seine Webseite:
Dr. Steven Andrew Martin

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